Freifunk Augsburg

Blog zu Freifunk Augsburg und Mesh-Netzen im Allgemeinen

Zerlegt: D-Link DIR-505

Eigentlich wurde mir gesagt, der DIR-505 läuft 1a mit Openwrt, nachdem dem nicht so war, dachte ich mach ich das Teil auf, aber das war auch nich so easy, deshalb der Blog-Beitrag

Bei der Suche nach neuer Router-Hardware für Freifunk bin ich auf den Dir-505 von D-Link gestoßen. Dazu sei gesagt, ich hatte einen in der Hardware-Rev 'A2'
Für knapp 20€ bekommt, man einen Mini-Router der's doch in sich hat:

  • 8 MB Flashspeicher
  • 64 MB RAM
  • Atheros CPU mit 400 Mhz
  • ath9k Wifi (802.11b/g/n)
  • 1 x USB2.0 Anschluß
  • 1 x 100Mbit/s Ethernet

Nachdem der erste Installationsversuch mit einem Meshkit-Image nicht geklappt hatte und auf der Devicepage im OpenWRT-Wiki von Pins für die serielle Konsole zu lesen war, dachte ich: "Okay, dann knacken wir das süße Ding doch mal".

Das lief leider etwas schief, da ich durch unwirsches rumstochern mit dem Schraubendreher vermutlich einen Kondensator etwas beschädigt habe. Daher dachte ich, mach ich ne Anleiung, wie man das vermeidet.
Disclaimer: Keine Garantie und Haftung, wer sein Zeug schrottet is selber Schuld. Passt in dem Fall besonders auf, da hier Mittelspannungstechnik mit bis zu 230V in unmittelbarer Nähe zur Routerplatine liegen. 230V sind gefährlich!

Um den Dir505 zu knacken geht ihr am Besten wie folgt vor:

  1. Auspacken und sich einen, sowie kleinen und einen etwas größere Kreuzschlitz-Schraubendreher bereitlegen
  2. Wenn noch nicht aufgesteckt, dann den passenden Steckdosen-Adapter gleich weglassen, ansonsten nach oben abziehen
  3. Den Aufkleber entfernen und die mittige Schrauben komplett rausdrehen
  4. Auf der Unterseite den Aufkleber bei der USB- und LAN-Dose entfernen
  5. Jetzt kommt der knifflige Teil: Beide Hände auf dem Router so plazieren, dass die Daumen an der Kante zwischen dem Teil des Router sind, die den rechten Teil mit dem Schuko-Stecker mit dem linken Teil, dem eigentlichen Router zusammenhält. Zeigefinger, auf die gegenüberliegende Seite legen und jetzt mit den Daumen in entgegengesetzter Richtung und mittelmäßiger Kraft ziehen.
    1. Sollte das nicht zum Erfolg führen: Mit dem kleinen/flachen Schraubendreher die empfindlichen Klammern aushängen.
      Es gibt derer drei: Oben am Schalter zwei und eine direkt über dem Loch vom Reset-Taster. Dann ggf. nochmal mit Ziehen probieren
  6. Spätestens jetzt versuchen die Plastikklammern aushängen und beiden Gehäusehälften, ausgehend vom Schalter an der Oberseite, trennen. Im Optimafall liegt, hast Du den oberen Teil losbekommen.
  7. Vor Dir liegt die Unterseite des Spannungswandlers, um die abnehmen zu können, musst Du zwei Schrauben lösen, die die zwei Metallclips auf der rechten Seite halten. Die an zwei schwarzen Drähten hängenden Metalclips, durch eine kleine Lücke an der Unterseite des Gehäuses fädeln und die Platine des Spannungswandlers gerade nach oben abziehen. Sie ist mit einem 4-Pin und einem 2-Pin-Anschluß mit dem eigentlichen Routerboard verbunden.
  8. Die schwarze Schutzhülle aus Plastik rausheben
  9. Die letzte Hürde ist das Routerboard. Es ist mit mehreren Plastiknasen eingehängt. Am leichtesten lässt sich's demontieren, wenn man auf der Seite beginnt, wo die Anschlüsse für USB und LAN sind und dort die Platine vorsichtig anhebt und darüber aus dem unteren Gehäuse hebelt.

 Das war's schon, zum Zusammenbauen, geht den denselben Weg rückwärts. Ansonsten sei noch gesagt, möglich vorsichtig mit Schraubendrehern rumzustochern, um keine Beschädigungen auf der Platine des Spannungswandlers vorzunehmen, das wäre fatal. Ansonsten viel Spaß am Gerät!

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