Freifunk Augsburg

Blog zu Freifunk Augsburg und Mesh-Netzen im Allgemeinen

Freifunk in Lechhausen

Die Geschichte eines Freifunk-Knotens in Lechhausen - Wieso es auch an unscheinbaren Plätzen wichtig ist Nodes aufzubauen...

Seit nun mehr fast zwei Jahren hängt in Lechhausen ein Freifunk-Knoten. Eigentlich wollten wir schon viel länger drüber bloggen, aber so im Rückblick gesehn lässt sich mit den Erfahrungen eine längere Geschichte erzählen.
Im Juli 2015 kam Tim auf uns zu und hat Interesse geäußert einen Freifunk-Knoten aufzustellen, vor seinem Balkon ist ne größere Straßenkreuzung, wo sich immer mal wieder Menschen aufhalten und die könnten freies WLAN bestimmt gebrauchen. Gesagt getan: Ne Nanostation samt Halterung bestellt, nen flaches LAN-Kabel durch den Fensterfalz gefummelt und die Nanostation an's Balkongeländer geschraubt. Yeah!
Anfänglich hatte die Nanostation nur immer mal wieder ein paar eingebuchte Nutzer, was man so erwarten würde für nen Node in nem ruhigen Wohnumfeld. Im Herbst 2015 zogen in die nahegelegene Pension an der Kreuzung Geflüchtete ein und die waren froh, freies WLAN in Ihrer direkten Umgebung vorzufinden. Ohne es geplant zu haben, hat Tim ganz zufällig Geflüchteten geholfen.Die Zahl der eingebuchten Geräte nahm sprunghaft zu, nachdem sich wahrscheinlich recht schnell rumgesprochen hatte, dass hier Freifunk existiert.

Im Laufe des Jahres 2016 zogen die Geflüchteten aus, die Stadt Augsburg kündigte die vergleichsweise teure Unterbringung in den Pensionen und die Zahlen sanken wieder, bis im Herbst der reguläre Pensionsbetrieb wieder für rege Nutzerschaft in Tim's Freifunk-Router sorgte.

Tim's beispiel zeigt, wie wichtig es sein kann, auch in vermeintlich unattraktiven Gegenden wie einem schnarchigen Wohngebiet einen Freifunk-Router aufzustellen. Du weißt nicht, wer deine Nachbarn sind und ob er/sie vielleicht nicht großen Bedarf oder wie im Fall der Geflüchteten garkeine Möglichkeit haben, sich einen eigenen Internetzugang zu beantragen.Wer einen Balkon oder nur ein Fensterbrett hat, kann dort einen Outdoor-Freifunk-Router anbauen. Die Gesamtkosten liegen zwischen 80 und 100€ und aufgebaut isses in vielleicht zwei Stunden. Wer umgezogen ist und wochenlang auf das Freischalten des DSL-Zugangs gewartet hat, kennt das Gefühl von dem Tag als endlich das Internet wieder geht. Gebt das Gefühl auch Euren Mitmenschen.

Also auf-geht's kauft Euch die Outdoor-Router, etwas Holz und ein paar Schrauben für die Fensterbrett-Halterung hat noch jeder zu Haus rumliegen oder gibt's in der Restekiste beim Baumarkt und dann baut viele Fensterbrett-Knoten auf.

Kommentare (0)

Bisher keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar schreiben