Freifunk Augsburg

Blog zu Freifunk Augsburg und Mesh-Netzen im Allgemeinen

Freifunk für Augsburg - Ergebnis aus Gespräch mit der städtischen IT-Abteilung am 24. Juli 2013

Ein Treffen mit Vertreter_innen der Stadtverwaltung. Wir stellen Freifunk vor und diskutieren heiß über Jugendschutz-Websperren

Das Gespräch mit Vertretern vom Amt für IT & Organisation der Stadt Augsburg, war für uns das erste Gespräch bei dem wir die Grundwerte von Freifunk vorstellen konnten und in einen Dialog eintreten konnten. Die Runde war dann mit insgesamt zehn Vertreter_innen zunächst größer als erwartet und wir sind mit einem mehr technisch orientierten Vortrag gestartet. Dabei haben wir Meshing erklärt, wie's es ermöglicht, dass nicht jeder Node eine Internetanbindung braucht und wie's dadurch zum dynamischen Wachstum kommen kann. Im Frage & Antworten-Teil haben die Vertreter_innen der Stadt über den neuen Stadt bzgl. einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freie Netzwerke e.V. in Berlin informiert. Zu wissen, dass wir über den Förderverein eine juristische Person im Kreuz haben und damit auch der ganze Mist der Störerhaftung nicht bei der Stadt hängen bleibt, hat unserer Meinung nach zu großer Beruhigung beigetragen. Etwas unerwartet kamen wir auch nochmal auf einen Punkt aus dem Dringlichkeitsantrag der Stadt zu sprechen, dem Jugendschutz durch Websperren. Da wir ahnten, dass dazu Nachfragen drohen haben wir Reto Manz zitiert, per E-Mail der erklärt hatte, dass es keine Verpflichtung für präventiven Jugendschutz gäbe. Dennoch sahen die Vertreter_innen der Stadt, Bedarf an den Websperren, weniger aus Überwacher-Fantasien, nein es war die Befürchtung um den Imageschaden, der eintreten könnte, wenn Jugendliche über ein von der Stadt Augsburg gefördertes WLAN unangemessene Inhalte konsumiert. Zugegeben, als Nicht-Bürgermeister, tut man sich leicht darin gute Ratschläge zu verteilen. Wer natürlich wiedergewählt werden will, für den/die kann's schon ne Option zu sein, sich die Hände daran nicht zu verbrennen. Aufgebrachten Eltern das Paßt's-halt-besser-auf-eure-Drecksschratzen-auf-Argument hinzuklatschen, trägt evtl. nur zu Befriedung bei; Auch wenn's genau richtig ist. Wir haben sehr leidenschaftlich eine Websperren-Diskussion geführt und versucht denen über die negativen Seiteneffekten aufzuklären. So schlecht waren wir aber garnicht, ob's gereicht hat zu überzeugen, puh schwer zu sagen.
Was durchaus als positives Ergebnis zu werten is, die Vertreter_innen sind angetan von unseren Argumenten, sehen aber die Verantwortlichkeit der Entscheidung beim Stadtrat bzw. seinen Ausschüssen. Die dort getroffenen Entscheidung pro oder contra Jugendschutz-Websperren oder Freifunk-im-Allgemeinen werden akzeptieren. Okay, ich würd sagen, gut dass wir mal miteinander gesprochen haben und dann werden wir mal sehn, was wir weiter erreichen können.

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